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Harald Lakatha

Die Ausführungen auf diesen Seiten geben die persönliche Meinung des Autors wieder und stellen keine offiziellen Aussagen der ITSolution GmbH dar.
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Dr. Harald Lakatha

Zwischen Vertrieb und Technik
December 07

Suchmaschinenoptimierung für Maleware

Kennen Sie das: Sie suchen auf einer Suchmaschine nach einem Begriff und erhalten in den ersten Suchergebnissen Ergebnisse, deren Qualität zu wünschen übrig läßt? Das Optimieren von Webseiten, damit diese bei Suchmaschinen gut gefunden werden, ist eine Wissenschaft für sich. Eine ganze Branche lebt davon, Webseiten für Top-Keywords zu optimieren und dort bezahlte Werbung anzubieten. Manchmal sind die Inhalte gut gelungen, viel öfter aber findet sich dort nur Spam.
 
Suchmaschinensicherheit
 
Was passiert aber nun, wenn Suchergebnisse so manipuliert werden, dass sie auf Maleware-Seiten zeigen, die Trojaner oder Viren istallieren? McAfee analysiert die Suchmaschinensicherheit in regelmäßigen Abständen, mit interessanten Ergebnissen: 3% aller Suchergebnisse, aber knapp 7% aller gesponserten Links sind problematisch.
 
Herausforderung für die Werbebranche?
 
Dass die gesponserten Links doppelt so häufig gefährlich sind wie die normalen Suchergebnisse - wie der Artikel Die gefährlichsten Suchbegriffe im Chip Online Security Forum herausstreicht - ist bemerkenswert. Zwar sind die "verseuchten" Links vermutlich nur im Bereich der "billigen" Werbekeywords zu finden. Doch die Tatsache, dass Maleware Betreiber Geld in Werbung investieren, um Ihre Maleware zu verbreiten, ist bemerkenswert.
 
Herausforderungen für Suchmaschinen?
 
Die Zahlen von McAfee beziehens sich auf die Gesamtmenge der Suchergebnisse. Doch mindestens so interessant ist die Plazierung eines Suchbegriffs in den Top-10 Ergebnissen. Einen neuen Trend hat die Sicherheitsfirma Sunbelt entdeckt: Wie pressetext.at berichtet, tauchen in letzter Zeit vermehrt Suchbegriffe auf, bei denen das Top-Ergebnis auf google zu Seiten mit Maleware führt. Sucht man z.B. nach Informationen zu einem Rooter landet man auf einer Seite, die einen Trojaner auf dem PC installiert
 
Auf die Auswirkungen darf man gespannt sein. Wenn dieses neue Phänomen "in die Masse kommt", ergibt sich ein neues Katz-und-Maus Spiel zwischen Betreibern von Maleware Seiten und Suchmaschinen, wie schnell bösartige Seiten aus den Indizes entfernt werden.
 
Vertrauenswürdigkeit von Links als neues Unterscheidungsmerkmal?
 
Eine andere Auswirkung ist aber mindestens ebenso interessant: heute genießen Suchmaschinen ein hohes Vertrauen: Es klicken wohl deutlich mehr Personen "blind" auf einen Ergebnislink in Google als auf einen Link in einem E-Mail eines unbekannten Absenders. Wenn aber die Suchergebnisse massiv mit Maleware Seiten "verseucht" werden, könnte sich das rasch ändern. Suchmaschinen müssen dann beginnen, etwas analoges zu Virenscannern zu implementieren - doch auch diese lassen sich leicht aushebeln.
 
Ich vermute, dass in Zukunft die Fähigkeit einer Suchmaschine, Maleware Seiten aus dem Index zu bannen, ein neues und wesentliches Unterscheidungsmerkmal werden könnte. Und damit eine potenzielle Chance für Googles Mitbewerber, massiv aufzuholen.
 
 
October 03

Skype ist nicht mehr Hype

eBay reduziert seinen Kaufpreis für Skype um mehr als eine Milliarden Dollar (Warum Skype eBay Sorgen bereitet), gleichzeitig scheiden die Skype Gründer aus der Geschäftsleitung aus (Skype-Gründer treten zurück). Nach den kolportierten Zahlen hat eBay insgesamt 3 statt der geplanten 4 Mrd USD ausgegeben. Wäre Skype ein börsenorientiertes Unternehmen, dann wäre nun der Aktienkurs um 25% gefallen - zumindest, denn so eine Abwertung würde ruckzuck einen weiteren Kursrutsch bewirken.
 
Erinnerungen an die Dotcom-Blase werden wach
 
Tatsächlich gibt es Parallelen, aber ein einzelnes Unternehmen, dessen Wachstumspotenzial im Internet überschätzt wurde, macht noch keine neue Krise. Zwar werden auch heute immer wieder Firmen anhand ihres vermeintlichen Potenzials und nicht anhand konkreter Umsätze bewertet. Aber ist das nicht genau der Grundsatz jedes Venture Capitals und vieler strategischen Investitionen? Im Unterschied zu 2001 gibt es heute durchaus profitable .com Unternehmen, die Industrie hat gelernt und ist vorsichtiger geworden. Investitionen folgen heute viel öfter einer klaren Strategie - selbst bei Skype war dies der Fall. Eine Analyse der Causa eBay - Skype ist daher sicher interessant.
 
Das Business Modell - oder - warum kauft ein Auktionshaus einen Telefonieanbieter?
 
Schon mit der Akquisition von PayPal hat eBay die Strategie verfolgt, seine Wertschöpfung nicht nur im Kerngeschäft der Auktion zu suchen, sondern auch in den unterstützenden Prozessen.
 
Die Abwicklung von Zahlungen war naheliegend, einfach und es gab einen gut eingeführten Dienst (zumindest in den USA), der zur Disposition stand.
 
Die Abwicklung der Kommunikation ist vielleicht um-die-Ecke gedacht , aber bei näherem Hinsehen auch logisch. Mit Instant Messaging und Internet Telefonie sollten zumindest die Power-Seller dazu bewogen werden, ihren Kunden in Internet-Geschwindigkeit Rede und Antwort zu stehen (eBay, Skype und das Ich-AG-Call-Center). Über Benachrichtigungen können Bieter in Echtzeit erfahren, wann sie überboten werden (Ebay rüstet Skype auf).
 
2 Jahre später - die Realität
 
Schauen wir mal auf die eBay Seiten. Bei den aktuellen Auktionen finde ich zwar einen Hinweis, wer PayPal verwendet, aber nichts über Skype. Auf dem amerikanischen SneekPeek Seiten von eBay werden neue Dienste vorgestellt: Besseres Checkout, Web2.0/Community Elemente, aber nichts mit Telefonie. Und die Benachrichtigung wird jetzt ganz anders gelöst: Mit einem Countdown Dienst mit Desktop-Anbindung.
 
Ohne den erhofften Boost durch Millionen von eBay Benutzern bleibt Skype für das Unternehmen aber nurmehr ein Kapitalinvestment ohne Strategie. Und auf sich alleine gestellt, zeigt Skype strukturelle Schwächen: Mit gratis kann man kein Geld verdienen - und Sponoring durch Anzeigen gibt es nicht (tatsächlich schlagen Analysten gerade das jetzt vor). Und beim Verkauf von kostenpflichtiger Telefonie (Skype in/Out) gibt es jede Menge Konkurrent, gegen die man nur mit Tiefpreisen bestehen kann.
 
Aber selbst Skype to Skype ist nicht gratis - so wie alle VoIP Dienste. es werden nur bestehende, bezahlte Bandbreiten besser ausgenutzt. Benutzer mit Download-Limits haben das ebenso erkannt wie Systemadministratoren in Unternehmen - die sperren nämlich nach und nach Skype aus, weil das Gratis-Telefonieren ihrer Mitarbeiter das Firmennetz belastet.
 
Also doch Business as usual?
 
Wären nicht Summen im Spiel, die an die gute alte .com Zeit erinnern lassen, würde ich sagen, das ist nichts besonderes: Ein Unternehmen wollte seine Wertschöpfungskette erweiter und hat dazu ein anderes Unternehmen gekauft. Die Synergien ließen sich nicht so realisieren wie geplant - das kommt in der Wirtschaft vor. Aber vielleicht regt uns die Geschichte an, toll klingende Strategien ab und zu auf ihre Realisierbarkeit abzuklopfen.
September 18

Ersteigern Sie Belgien

Wer bietet 10 Millionen Euro um dafür 300 Milliarden Schulden zu bekommen? Bei diesem Gebotsstand hat Ebay die Auktion des Staates Belgien gestoppt, weil dies wohl "unrealistisch" wäre. (siehe Futurezone Artikel)
 
Eigentlich schade. Das wäre doch ein neues Konzept für einen Web 2.0 Service: Wie viel würden Sie für den Sessel des Bundeskanzlers bieten? Wie viel für Steve Balmers Job? Ein neuer, interessanter Ansatz der Bewertung ...
August 21

Kochen Ohne Worte

Wichtiger Hinweis: Beim Besuch dieser Seite besteht die Gefahr, dass Ihnen das Wasser im Mund zusammenläuft... 
 
EIne sprachunabhängige Kochschule, das ist die Idee hinter der Seite PotShow.net. Hier treffen einander Profis und Laien, um Rezepte einmal anders auszutauschen: Die gesamte Anleitung erfolgt anhand von Bildern. Für manche mag es eine gewisse Herausforderung sein, seine Küche in einem appetitlichen Zustand zu sein, die bisher eingestellten Rezepte machen jedoch Appetit.
 
Das  Möbel-Selbstbau-Konzept zum Kochen
 
Wer schon einmal Möbel selbst zusammengebaut hat kennt die bildlichen Anleitungen. Zwar ist auf PotShow.net kein Hinweis, dass die Möbelbauer Vorbild waren, parallelen sind jedoch unübersehbar. Und gerade das finde ich bemerkenswert: Eine bewährte Methode wird in einen anderen Bereich übernommen und erzeugt ein Aha-Erlebnis.
 
Für meinen nächsten Kreativ-Workshop werde ich mir das merken - wie wäre es mit einem Brainstorming, welche Erfahrungen aus dem Kochen wir in unsere Arbeitswelt mit übernehmen können?
August 17

Ausfall von Skype regt zum Nachdenken an

Am 16. August 2007 "fallen" immer mehr Benutzer aus Skype heraus, bis nurmehr einige Tausend (anstatt der üblichen 6-7 Millionen) Benutzer online sind (http://www.sme-blog.com/comments/skype-having-problems). Für manche ist das lediglich lästig. Aber einige Unternehmen - vor allem in den USA - haben ihren telefonischen Kundenkontakt auf Skype aufgebaut und stehen nun vor einem Problem. Die Ursache ist bis jetzt noch nicht klar, von Software Problemen bei Skype bis hin zu einer DDOS Attacke wird wild spekuliert.
 
Vorneweg: Mit diesem Artikel möchte ich weder die Qualität von Skype diskutieren noch den konkreten Ausfall. Der Vorfall regt generell zum Nachdenken an, welche Sicherheitsaufgaben in der Zukunft - eigentlich schon heute auf uns zukommen.
 
Kennen wir neue Services?
 
Technische Innovationen lassen täglich neue Produkte und Dienste entstehen. Manche davon ersetzen in ihrer Funktion bestehendes, so wie Voice-over-IP (VoIP). Die Vorteile sind verlockend, und wenn die (gefühlte) Qualität gut ist, findet die Innovation ihre Kunden.
 
Wie fühlen wir aber die Qualität eines Services? Wenn dieser einem bekannten Angebot ähnlich ist, sind die Maßstäbe des "alten" Dienstes eine Grundlage für die Bewertung des neuen. Die Voraussetzungen und Annahmen, die für den "alten" Dienst gelten sind aber nicht notwendigerweise die selben. Weil diese Annahmen aber oft implizit sind übernehmen wir sie gerne, ohne dies kritisch zu hinterfragen.
 
Konkret haben wir alle ein Gefühl, wie verfügbar das klassische Telefon ist, und übertragen es gerne auf VoIP Alternatriven. VoIP hat natürlich für Unternehmen, die rund um den Globus kommunizieren Kostenvorteile - der Erfolg von Skype zeigt dies. Setzt man aber gänzlich auf diese Technologie ist die Frage zu beantworten, was ein mehrtägiger Ausfall für das Geschäft bedeutet.
 
Altes Sicherheitsdenken für neue Services
 
Man kann die Technik von morgen nicht mit der Sicherheit von gestern ausstatten. Egal ob ein Dienste aufgrund technischer Ausfälle oder  gezielter Denial-of-Service Attacken lahmgelegt wird. Egal ob das Passwort zu einem Benutzerkonto mittels Trojaner oder Phishing Attacke ausspioniert wird. Seit unsere Computer vernetzt sind und neue Dienste entstehen verschieben sich die Problemszenarien.
 
Sicherheitskonzepte müssen sich an die Dynamik der Zeit anpassen und gelegentlich überdacht werden. Denken findet im Kopf statt. Der Vorfall von gestern wäre eine gute Gelegenheit, uns unsere Sicherheitsstrategien wieder einmal durch den Kopf gehen zu lassen.
 

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